Es sind für die gesamte Woche moderate Temperaturen bis 22 °C gemeldet. Die nächtliche Abkühlung liegt bei 10 °C. Die Witterung bleibt unbeständig. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Vor allem für Mittwoch und Freitag ist nochmal Niederschlag gemeldet. Zum Wochenende hin steigen die Temperaturen wieder an und es wird zunehmend sommerlich.
Herbizidbehandlungen:
Die Bestände schließen jetzt zunehmend die Reihen. Außer der einen oder anderen Reparatur sind die Herbizidbehandlungen abgeschlossen.
Bor:
Rüben haben einen relativ hohen Borbedarf. Besonders bei Trockenheit ist die Verfügbarkeit eingeschränkt. Falls bei der Bodenuntersuchung eine Empfehlung ausgesprochen wurde, ist jetzt der richtige Termin für die Blattdüngung. Dabei sollten ca. 500 g reines Bor gespritzt werden. Diese Menge wird z.B. mit 3 kg bzw. l/ha Solubor, Librel Bor, Lebsol Bor oder 4 kg Nutribor ausgebracht.
Die Kombination mit dem Insekizideinsatz ist prinzipiell möglich, jedoch sollte der pH-Wert der Mischung beachtet werden, um Wirkungsminderungen zu vermeiden.
Schosser
Inzwischen treten erste Schossrüben in den Beständen auf. Um ein ,,Aussamen‘‘ zu verhindern sollten die Schosser jetzt möglichst vor der Fungizidbehandlung gezogen oder ausgehackt werden.
Insektizidbehandlungen Zikade:
Nach Aufruf wurde die erste Insektizidbehandlung in den Betrieben gesetzt. Nun sind 10 Tage des Aufrufs vorbei und die zweite Maßnahme steht an oder ist bereits appliziert.
In diesem Jahr wird es für die weiteren Behandlungen KEINEN weiteren Aufruf geben. Setzen sie die zweite Insektizidmaßnahme 10 – 12 Tage nach der Erstbehandlung. Vermeiden sie dringend größere Abstände.
Beachten sie stets den Aufruf mit den über Notfallzugelassen Mitteln zur Bekämpfung der Zikade im Plant Portal ,,Bekämpfungsstrategie Schilf-Glasflügelzikade 2026‘‘ und halten sie sich an die Vorgaben.
Blattkrankheiten:
Nächste Woche startet das Blattkrankheitenmonitoring. In unseren Versuchsfeldern haben wir bisher keine Blattkrankheiten gefunden.
Das Fungizid Univoq hat eine Notfallzulassung zur Bekämpfung von Cercospora beticola in Zuckerrüben erhalten. Univoq zeichnet sich durch eine sehr gute Wirkung gegen Cercospora beticola aus, da beide Wirkstoffe einen Beitrag leisten und darüber hinaus eine neue Wirkstoffgruppe zum Einsatz in Zuckerrüben darstellt. Das Produkt sollte in Abhängigkeit der Verfügbarkeit auf jeden Fall in die Spritzfolge integriert werden.
Die Aufwandmenge beträgt 1,5 l/ha. Kombiniert werden sollte der Einsatz aus Resistenzschutzgründen wie auch alle anderen systemischen Produkte mit einem Kupferpräparat (siehe Anbaubroschüre). Die Kosten bewegen sich bei ca. 50 €/ha.
