Pflanzenschutzhinweise vom 26.05.2020

26. Mai 2020

Die Niederschläge vom Wochenende blieben hinter den Erwartungen zurück. Leider ist für die nächsten Tage auch kein Regen zu erwarten. Im Gegenteil es bleibt sonnig und wird täglich wärmer.

 

Herbizidbehandlungen:

Die Herbizidbehandlungen sind vor allem in Beständen mit einem hohen Anteil spät aufgelaufener Rüben noch nicht abgeschlossen. Dort wird häufig eine 4. NAK notwendig.

Für eine gute Bodenwirkung sollte die Metamitronmenge in der Summe der Behandlungen 2800-3500 g Wirkstoff betragen. Dies entspricht 4-5 l Metafol/ha.

 

Empfehlung für Felder ohne Problemunkräuter:

Betanal maxxPro 1,25 l/ha + Metafol SC 1,5 l/ha oder Goltix Titan 2,0 l/ha

Zusätze bei Problemunkräutern:

Debut 25 – 30 g plus 0,25 l FHS bei Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Kletten-labkraut, Kamille, Vogelknöterich, Raps

 

Lontrel (0,1 l/ha von Lontrel 600, 80 g/ha von Lontrel 720 oder 0,6 l/ha von Vivendi) bei Hundspetersilie, Kamille oder Nachtschatten

 

Spectrum 0,45-0,6 l/ha sichert auf Hirsestandorten die Bodenwirkung ab. Spectrum ist ein Bodenherbizid, aufgelaufene Hirse wird nicht erfasst. Stehende Hirse wird bis zum 3-Blattstadium mit Debut-Tankmischungen erfasst, größere Hirse muss mit Gräserherbiziden behandelt werden.

 

Disteln: Solobehandlung bei einer Wuchshöhe von 20 cm Einsatz von Lontrel 600 0,2 l/ha, Lontrel 720 160 g/ha oder Vivendi 100 1,2 l/ha. Abstand zu anderen Herbizidmaßnahmen ca. 3 Tage, wenn vorher Debut eingesetzt wurde 8-10 Tage.

Die Gräserbekämpfung sollte besonders bei bereits bestockten Pflanzen als Solo-Spritzung im Abstand von ca. 3 Tagen zur Unkrautbehandlung mit voller Menge eines Gräserherbizids erfolgen.

 

ACHTUNG: DMP-haltige Herbizide (Betanal maxxPro, Belvedere Extra, Betasana Trio) dürfen nur bis zum 01.Juli 2020 eingesetzt werden.

 

Schädlinge:

Auf Blattlausbefall muss bis zum Reihenschliessen der Bestände geachtet werden, um die Gefahr der Übertragung von Vergilbungsviren zu verhindern.

Bei Überschreiten der Behandlungsschwelle:

Grünen Pfirsischblattlaus       10% befallene Pflanzen

Schwarze Bohnenlaus              30% befallene Pflanzen

sollte eine Behandlung erfolgen.

 

Mittelempfehlung:

Pirimor Granulat 300 g/ha für eine erste Behandlung         In Gemüse- und Obstbauregionen sind Minderwirkungen gegen die Grüne Pirsischblattlaus bekannt.

Mospilan SB, Carnadine oder Danjiri 250 g bzw. ml/ha Diese Mittel enthalten den gleichen Wirkstoff, die Anwendung ist über eine Notfallzulassung nach Artikel 53 abgedeckt.

Teppeki 140 g/ha ab dem 6 Blattstadium, Wirkungsdauer ca. 2-3 Wochen

Die Insektizide sollten solo mit 300-400 l Wasser eingesetzt werden.

 

Bestände mit einem hohen Anteil spät aufgelaufener Rüben müssen weiter auf Erdflohbefall kontrolliert werden. Bei starkem Befall sind Spritzungen mit Pyrethroiden (z.B. Karate Zeon 75 ml/ha) angeraten. Treten zusätzlich Blattläuse auf sind Mospilan SB, Carnadine oder Danjiri Mittel der Wahl.