Pflanzenschutzhinweise vom 21.04.2020

21. Apr 2020

Regen bleibt weiterhin Mangelware. Die Felder sind flächendeckend ausgetrocknet. Starke Ostwinde zu Wochenbeginn trocknen zusätzlich aus. Ob die für das Wochenende in Aussicht gestellten Niederschläge Besserung bringen bleibt abzuwarten.

 

Rübenbestände:

Gute, gleichmäßige Rübenbestände bilden eher die Ausnahme. Überwiegen sind die Bestände inhomogen. Ein Teil der Rüben ist aufgelaufen, der andere Teil liegt, meist bei klutiger Struktur, in der trockenen Erde. Abhilfe ist nur durch ausreichende Niederschläge oder eine Aufgangsberegnung zu erwarten.

 

Herbizidbehandlungen:

Durch die Trockenheit und hohe Sonneneinstrahlung ist die Wachsschicht der Pflanzen ausgeprägt. Deshalb sollte der blattaktive Wirkstoff etwas erhöht werden. Trotz trockner Bodenbedingungen sollten Sie eine Basismenge Metamitron (Goltix) zumischen.

Empfehlung bei Normalverunkrautung im Keimblattstadium:

Betanal maxxPro 1,25 – 1,5 l/ha + Metafol SC 1,0 l/ha            oder Goltix Titan 1,3 l/ha

Alternativ zu Betanal maxxPro können Belvedere Extra 1,25 l/ha, Betasana Trio SC 1,75 – 2,0 l/ha oder Betasana SC 1,5 – 2,0 + Ethofumesat 0,4 l/ha mit 0,5 l Hasten zur Absicherung der Blattwirkung eingesetzt werden.

 

Bei Problemumkräutern – Vogelknöterich, Amarant, Bingelkraut, Ausfallraps – können möglichst zur 2.NAK 20 – 25 g/ha Debut zu obengenannter Mischung zugegeben werden.

 

Fraßschäden:

Punktuell treten tierische Schädlinge auf:

Der Rübenrüßler frisst an den Rübenblättern. Das typische Bild sind Kessel mit abgefressenen Rüben und Unkräutern. Der Schädling trat im letzten Jahr erstmals auf. Behandlungen mit Karate Zeon volle Aufwandmenge waren wirksam. Um die Käfer zu treffen sind die Behandlungen am Nachmittag oder Abend durchzuführen.

Spitzsteißiger Rübenrüßler

 

Erdflohschäden sind an dem Lochfraß gut zu erkennen. Behandlungen mit z.B. Shock Down 0,15 l/ha werden bei einer geschädigten Blattfläche von 20% empfohlen.

 

Drahtwurmbefall ist wieder in der Südpfalz zu beobachten. Der Drahtwurm frisst an der Wurzel der Rüben. Eine Behandlung mit Insektiziden ist nicht möglich.

Achten Sie auch auf Blattlausbefall.