Pflanzenschutzhinweise vom 19.05.2020

19. Mai 2020

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage geht von trocken, warmer Witterung aus. Die dringend benötigten Niederschläge sind nicht zu erwarten.

 

Herbizidbehandlungen:

Die Herbizidbehandlungen in gut entwickelten Beständen sollten zum Abschluß kommen. Felder mit einem hohen Anteil an „Nachzüglern“, die erst letzte Woche aufgelaufen sind, bedürfen noch der Pflege.

Für eine gute Bodenwirkung sollte die Metamitronmenge in der Summe der Behandlungen 2800-3500 g Wirkstoff betragen. Dies entspricht 4-5 l Metafol/ha.

 

Empfehlung bei Normalverunkrautung:

Betanal maxxPro 1,25 l/ha + Metafol SC 1,5 l/ha oder Goltix Titan 2,0 l/ha

Zusätze bei Problemunkräutern:

Debut 25 – 30 g plus 0,25 l FHS bei Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Klettenlabkraut, Kamille, Vogelknöterich, Raps

 

Lontrel (0,1 l/ha von Lontrel 600, 80 g/ha von Lontrel 720 oder 0,6 l/ha von Vivendi) bei Hundspetersilie, Kamille oder Nachtschatten

 

Spectrum 0,3-0,45 l/ha sichert auf Hirsestandorten die Bodenwirkung ab. Spectrum ist ein Bodenherbizid, aufgelaufene Hirse wird nicht erfasst. Stehende Hirse wird bis zum 3-Blattstadium mit Debut-Tankmischungen erfasst, größere Hirse muss mit Gräserherbiziden behandelt werden.

 

Disteln: Solobehandlung bei einer Wuchshöhe von 20 cm Einsatz von Lontrel 600 0,2 l/ha, Lontrel 720 160 g/ha oder Vivendi 100 1,2 l/ha. Abstand zu anderen Herbizidmaßnahmen ca. 3 Tage, wenn vorher Debut eingesetzt wurde 8-10 Tage.

Die Gräserbekämpfung sollte besonders bei bereits bestockten Pflanzen als Solo-Spritzung im Abstand von ca. 3 Tagen zur Unkrautbehandlung mit voller Menge eines Gräserherbizids erfolgen.

 

ACHTUNG: DMP-haltige Herbizide (Betanal maxxPro, Belvedere Extra, Betasana Trio) dürfen nur bis zum 01.Juli 2020 eingesetzt werden.

 

Schädlinge:

Der Erdfloh richtet an großen Rüben (6-8 Blätter) keinen Schaden an. Bestände mit vielen neu aufgelaufenen Pflanzen müssen weiter beobachtet werden.

 

Der Blattlausbefall hat letzte Woche durch den Regen und die niedrigen Temperaturen abgenommen. Mit den steigenden Temperaturen ist eine Zunahme des Besatzes zu erwarten. Kontrollieren Sie ihre Felder.

Behandlungsschwelle:             Grünen Pfirsischblattlaus       10% befallene Pflanzen

Schwarze Bohnenlaus              30% befallene Pflanzen.

Mittelempfehlung:

Pirimor Granulat 300 g/ha für eine erste Behandlung         In Gemüse- und Obstbauregionen sind Minderwirkungen gegen die Grüne Pirsischblattlaus bekannt.

Mospilan SB, Carnadine oder Danjiri 250 g bzw. ml/ha Diese Mittel enthalten den gleichen Wirkstoff, die Anwendung ist über eine Notfallzulassung nach Artikel 53 abgedeckt.

Teppeki 140 g/ha ab dem 6 Blattstadium, Wirkungsdauer ca. 2-3 Wochen

Die Insektizide sollten solo mit 300-400 l Wasser ausgebracht werden.