Pflanzenschutzhinweise vom 09.06.2020

08. Jun 2020

Die Niederschläge am Wochenende fielen leider nicht so ergiebig aus, wie vorhergesagt. Dennoch fielen flächendeckend nennenswerte Niederschläge, die in Kombination mit den niedrigeren Temperaturen, eine Erholung für die Bestände boten.

 

Unkrautbekämpfung:

Die Rüben sind so weit entwickelt, dass die Herbizidbehandlungen abgeschlossen sein sollten. Wo noch eine stärkere Restverunkrautung anzutreffen ist, können Sie diese mit der Hackmaschine beseitigen.

 

Blattläuse:

Der Befall mit Blattläusen ist von Schlag zu Schlag sehr unterschiedlich.

Stärkerer Besatz mit der Schwarzen Bohnenlaus findet sich oft in der Nachbarschaft zu Hecken, Sträuchern und am Vorgewende.

Die Behandlungsschwelle der Schwarzen Bohnenlaus liegt bei 50% befallene Pflanzen NACH dem Reihenschließen.

Die Behandlungsschwelle der Grünen Pfirsichblattlaus liegt bei 10% befallener Pflanzen bis Reihenschließen. Ein später Blattlausbefall ist aus Sicht der Virusübertragung weniger bedeutend.

Dies bedeutet, dass in geschlossenen Beständen keine Behandlungen erforderlich sind. Auf Feldern mit einem hohen Anteil kleiner Pflanzen kann bei starkem Läusebesatz Teppeki 140 g/ha eingesetzt werden.

 

Bor:

Rüben haben einen relativ hohen Borbedarf. Falls bei der Bodenuntersuchung eine Empfehlung ausgesprochen wurde, ist jetzt der richtige Termin für die Blattdüngung. Dabei sollten ca. 500 g reines Bor gespritzt werden. Diese Menge wird z.B. mit 3 kg bzw. l/ha Solubor, Librel Bor, Lebsol Bor oder 4 kg Nutribor ausgebracht.

Die Kombination mit dem Insekizideinsatz ist möglich.