Pflanzenschutzhinweise vom 07.05.2019

07. Mai 2019

Die Nachtfröste vom letzten Wochenende haben zum Glück keine Schäden verursacht. Die nächsten Tage werden kühl mit Niederschlägen.

Herbizidbehandlungen:

Die Rüben wachsen bei den derzeit niedrigen Temperaturen nur langsam und zeigen Streßsymptome (gelbe Blätter). Die Herbizidbehandlungen haben bisher überwiegend gut gewirkt. Die neuaufgelaufenen Unkräuter stehen meist im Keimblattstadium. Die Herbizidmischungen sollten deshalb nicht zu scharf eingestellt werden.

Auf Standorten ohne Problemunkräuter reicht die Mischung von

Betanal maxxPro 0,8 – 1,0 l/ha + Metafol SC 1,25 – 1,5 l/ha

Bei zusätzlichen Problemunkräutern Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Klettenlabkraut, Kamille, Vogelknöterich, Raps die Tankmischung um

Debut 25 – 30 g/ha + FHS 0,2 – 0,25 l/ha ergänzen.

Die Metamitronmenge sollte in der Summe der Behandlungen 2800-3500 g Wirkstoff betragen. Dies entspricht 4-5 l Metafol/ha.

Auf Hirsestandorten kommt Spectrum zum Einsatz. Entweder als Zumischung zu den NAK-Terminen mit 0,3 l/ha zur 2.NAK und 0,6 l/ha zur 3. NAK oder in der Solo-Anwendung mit 0,9 l/ha zwischen der 2. und 3. NAK. Dabei kann Spectrum auch mit einem Gräserherbizid gegen aufgelaufene Hirse kombiniert werden. Die Behandlung erfordert eine zusätzliche Überfahrt im Abstand von 3-5 Tagen.

Disteln: bei einer Wuchshöhe von 20 cm Einsatz von Lontrel 600 0,2 l/ha, Lontrel 720 160 g/ha oder Vivendi 100 1,2 l/ha. Abstand zu anderen Herbizidmaßnahmen ca. 3 Tage, wenn vorher Debut eingesetzt wurde 8-10 Tage.

Die Gräserbekämpfung sollte besonders bei bereits bestockten Pflanzen als Solo-Spritzung im Abstand von ca. 3 Tagen zur Unkrautbehandlung mit voller Menge eines Gräserherbizids erfolgen.

Blattläuse:

Das Auftreten der Schwarzen Bohnenlaus variiert von Feld zu Feld sehr stark. Kontrollieren sie ihre Felder. Bei den derzeit niedrigen Temperaturen sind Behandlungen wenig wirksam. Wir informieren Sie über den weiteren Befallsverlauf.