Pflanzenschutzhinweise vom 02.06.2020

02. Jun 2020

Am Mittwoch besteht Gewittergefahr, auch für die folgenden Tage sind nennenswerte Niederschläge gemeldet.

 

Unkrautbekämpfung:

Die Herbizidbehandlungen haben überwiegend gut gewirkt. Felder mit einem hohen Anteil kleiner Rüben können noch behandelt werden. Bessere Bestände stehen kurz vor Reihenschließen. Wo noch eine stärkere Restverunkrautung anzutreffen ist, können Sie diese mit der Hackmaschine beseitigen.

 

Blattläuse:

Der Befall mit Blattläusen ist von Schlag zu Schlag sehr unterschiedlich. Stärkerer Besatz mit der Schwarzen Bohnenlaus findet sich oft in der Nachbarschaft zu Hecken, Sträuchern und am Vorgewende.

Die Behandlungsschwelle der Schwarzen Bohnenlaus liegt bei 30% befallener Pflanzen VOR und 50% NACH dem Reihenschließen.

Die Behandlungsschwelle der Grünen Pfirsichblattlaus liegt bei 10% befallener Pflanzen. Die Pfirsichblattlaus finden sie nur bei intensiver Suche.

Mittelempfehlung:

Teppeki 140 g/ha für Bestände ab dem 6-Blattstadium, Wirkungsdauer ca. 2-3 Wochen

Mospilan SB, Carnadine oder Danjiri 250 g bzw. ml/ha Diese Mittel enthalten den gleichen Wirkstoff, die Anwendung ist über eine Notfallzulassung nach Artikel 53 abgedeckt. Sie werden bevorzugt, wenn beißende und saugende Schädlinge auftreten.

Pirimor Granulat 300 g/ha für eine erste Behandlung, wo diese noch nicht erfolgt ist.

Die Insektizide sollten solo mit 300-400 l Wasser eingesetzt werden.

 

Bor:

Rüben haben einen relativ hohen Borbedarf. Falls bei der Bodenuntersuchung eine Empfehlung ausgesprochen wurde, ist jetzt der richtige Termin für die Blattdüngung. Dabei sollten ca. 500 g reines Bor gespritzt werden. Diese Menge wird z.B. mit 3 kg bzw. l/ha Solubor, Librel Bor, Lebsol Bor oder 4 kg Nutribor ausgebracht.

Die Kombination mit dem Insekizideinsatz ist möglich.